UPC_CFI_500/2025 (Costs) – Faro v PMT/Blankenhorn

Court
Local Division Mannheim
Date
Outcome
Granted
Sector
Other
Decision Type
PROCEDURAL

Expert Commentary

Costs Facts At the exhibition “Control”, Faro’s patent attorney hands a warning letter to PMT’s representative in the presence of the manager of the company Blankenhorn, which also sells the allegedly infringing products of PMT. The next day, after PMT continued exhibiting the infringing product, Faro filed for a PI against the two defendants. On the last day on which defendant 2 could respond, it filed this R. 360 RoP request and provided a cease and desist declaration to Faro. Faro and PMT had settled and informed the Court that the settlement should also include defendant 2. The Court had allowed the withdrawal of claims. The Court had to decide the cost issue because defendant 2 argued that it should not have to pay costs. The Court 1. The case against defendant 2 had ended because there is no issue to adjudicate. 2. Defendant 2 had to pay the costs. 3. The Court came to this conclusion because: a. a warning letter should not have been necessary, as defendant 2 knew that claimant wanted the infringement to stop immediately; b. both defendants did not immediately comply with what was asked by Faro’s patent attorney, which resulted in the request for a PI; c. the undertaking (cease and desist declaration) did not fully comply with what was demanded. Comment And understandable decision. If you want to avoid to have to pay costs, you should immediately fully comply with the demands of claimant. If you do not fully comply, you have to make sure that you will win on the parts you are not complying with in Court, and tell the claimant why you will not comply with them.

Full Decision Text

1 Lokalkammer Mannheim UPC_CFI_500/2025 Anordnung des Gerichts erster Instanz des Einheitlichen Patentgerichts erlassen am 28. August 2025 betreffend EP 4 001 835 betreffend App_35652/2025 (Antrag auf Gebührenerstattung im Verfahren nach Art. 62 EPGÜ) ANTRAGSTELLERIN: Faro Technologies, Inc., 125 Technology Park - 32746-6204 - Lake Mary, FL - US Vertreten durch Anja Katharina Penners ANTRAGSGEGNERINNEN: 1) PMT Technologies (Suzhou) Co., Ltd., Building 2, Xinyang Industrial Park, No. 8 Yanghua Road, Suzhou Industrial Park - 215121 - Suzhou - CN Vertreten durch Prof. Dr. Nils Heide 2) Blankenhorn GmbH, Kirchheimer Straße 186 - 73265 - Dettingen unter Teck - DE Vertreten durch Florian Bewer VERFÜGUNGSPATENT: EUROPÄISCHES PATENT NR. EP 4 001 835 SPRUCHKÖRPER/KAMMER: Spruchkörper der Lokalkammer Mannheim MITWIRKENDE RICHTER: 2 Diese Anordnung wurde durch den rechtlich qualifizierten Richter Böttcher als Berichterstatter erlassen. VERFAHRENSSPRACHE: Deutsch GEGENSTAND: Antrag gem. R. 370.9(b)(i) VerfO KURZE ZUSAMMENFASSUNG DES SACHVERHALTS: Die Antragstellerin hat ihren gegen die Antragsgegnerinnen gerichteten Antrag auf Erlass einstweiliger Maßnahmen gegenüber der Antragsgegnerin zu 1 zurückgenommen. Das Gericht hat diese Antragsrücknahme mit Anordnung vom 26.08.2025 nach Anhörung der Antragsgegnerin zu 1 mit deren Zustimmung zugelassen. Die Antragstellerin beantragt nunmehr: der Antragstellerin gem. R. 370.9 (b)(i) VerfO 60% der eingezahlten und auf das Prozessrechtsverhältnis zur Antragsgegnerin zu 1) entfallenden Gerichtsgebühren für den Antrag auf Erlass einstweiliger Maßnahmen (UPC_CFI 500/2025, ACT_26609/2025) zu erstatten. GRÜNDE FÜR DIE ANORDNUNG Die beantragte Gebührenerstattung kommt nicht in Betracht. R. 370.9(b)(i) VerfO ist auf Anträge auf Erlass von einstweiligen Maßnahmen weder direkt noch analog anwendbar. Die Vorschrift bezieht sich schon ihrem Wortlaut nach nur auf Klagen. Die in R. 370.9(b) VerfO genannten Verfahrensstadien sind im Verfahren über den Antrag auf Erlass einstweiliger Maßnahmen zudem nicht vorhanden. Insbesondere findet nicht in jedem Fall eine mündliche Verhandlung statt. Die Gerichtsgebühr für den Antrag auf Erlass von einstweiligen Maßnahmen ist zudem gegenüber einer Klage bereits im Ausgangspunkt erheblich ermäßigt. Weitere Ermäßigungstatbestände sind vor diesem Hintergrund nicht vorgesehen und auch nicht geboten. Abgesehen davon steht einer Gebührenermäßigung auch entgegen, dass die Antragstellerin den Antrag allein gegenüber der Antragsgegnerin zu 1 zurückgenommen hat. Daran ändert der Umstand nichts, dass Antragstellerin und Antragsgegnerin zu 2 das Verfahren in ihrem Verhältnis (bis auf die Kosten) als erledigt ansehen. Da die feste Gerichtsgebühr für den Antrag nicht von der Anzahl der Parteien auf Antragsteller- oder Antragsgegnerseite abhängt, bestünde, selbst wenn eine Gebührenerstattung entgegen dem Vorstehenden in Betracht käme, von vorneherein kein Grund für eine anteilige Erstattung, wenn der Antrag gegen lediglich eine Partei auf Antragsgegnerseite zurückgenommen wird. Einer vorherigen Anhörung der Gegenseite bedarf es schon deshalb nicht, weil der Antrag abgelehnt wurde. Abgesehen davon betrifft die Gebührenerstattung regelmäßig nur das Gericht und den Gebührenschuldner. ANORDNUNG: Die beantragte Gebührenerstattung wird abgelehnt. 3 ANGABEN ZUR ANORDNUNG Anordnung Nr. ORD_35704/2025 im VERFAHREN NUMMER: App_35652/2025 UPC Nummer: UPC_CFI_500/2025 Art des Vorgangs: Liegt nicht vor Nr. des dazugehörigen Verfahrens Antragsnr.: 26609/2025 Art des Antrags: Antrag auf einstweilige Maßnahmen (Regel 206 VO) Erlassen in Mannheim am 28. August 2025 NAME UND UNTERSCHRIFT Böttcher Berichterstatter

Key Holdings

  • Defendant 2 ordered to pay costs despite settlement/withdrawal.
  • Immediate compliance was not met; warning letter triggered PI.
  • Cease and desist declaration was insufficient.

Tags

  • Preliminary Injunction
  • Security for Costs
  • Settlement
  • Withdrawal

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