UPC_CFI_2107/2025 – Roche v Menarini

Court
Local Division Düsseldorf
Date
Outcome
Withdrawn
Sector
Pharma/Bio
Decision Type
SETTLEMENT

Expert Commentary

Settlement Facts The parties settled before the end of the written procedure. The Court 1. The Court accepted the withdrawal by the claimant in view of the defendant’s agreement. 2. A cost decision was not necessary as the parties had agreed on costs. 3. The claimant will receive 50% of the court fees back. Comment This decision relates to the settlement of an infringement case concerning EP 1 962 668. Note that the case started in December 2025 but Roche asked for 50%, apparently accepting that the new reimbursement rules have immediate effect, as confirmed by the Court of Appeal in CoA_641/2025 discussed above.

Full Decision Text

Lokalkammer Düsseldorf UPC CFI 2107/2025 Entscheidung des Gerichts erster Instanz des Einheitlichen Patentgerichts erlassen am 25. März 2026 betreffend EP 1 962 668 **KLÄGERINNEN** 1. F. Hoffmann-La Roche AG, vertreten durch ihren Verwaltungsrat, dieser vertreten durch den Präsidenten Dr. Severin Schwan, Grenzacherstr. 124, 4058 Basel, Schweiz 2. Roche Diabetes Care GmbH, vertreten durch ihren Geschäftsführer Hr. Marcel Hunn, Sandhofer Straße 116, 68305 Mannheim, Deutschland vertreten durch: Rechtsanwalt Dr. Christof Augenstein, Rechtsanwältin Dr. Katharina Brandt, Kather Augenstein Rechtsanwälte PartGmbB, Bahnstraße 16, 40212 Düsseldorf, Deutschland mitwirkend: Patentanwalt Dr. Matthias Stößel, Patentanwältin Dr. Eva Hennekemper, Altmann Stößel Dick Patentanwälte PartGmbB, Theodor-Heuss-Anlage 2 68165 Mannheim, Deutschland elektronische Zustelladresse: augenstein@katheraugenstein.com brandt@katheraugenstein.com **BEKLAGTE** 1. A. Menarini Diagnostics S.r.l., vertreten durch ihre gesetzlichen Vertreter, Via Sette Santi 3, 50131 Florenz, Italien 2. BERLIN-CHEMIE AG, firmierend unter A. MENARINI DIAGNOSTICS DEUTSCHLAND, vertreten durch ihre gesetzlichen Vertreter, Glienicker Weg 125, 12489 Berlin, Deutschland 3. A. Menarini Diagnostics France SASU, 3-5, rue du Jura – BP 70531 – 94633 Rungis Cedex, Frankreich vertreten durch: Rechtsanwalt Dr. Christopher Maierhöfer, Rechtsanwältin Roksana Hosseini, LL.M. (KCL), Rechtsanwältin Dr. Jonathan Hechler, LL.M. (USC), Bird & Bird LLP, Maximiliansplatz 22, 80333 München, Deutschland elektronische Zustelladresse: christopher.maierhoefer@twobirds.com **STREITPATENT** Europäisches Patent Nr. EP 1 962 668 **SPRUCHKÖRPER/KAMMER** Spruchkörper 1 der Lokalkammer Düsseldorf **MITWIRKENDE RICHTER** Diese Anordnung wurde durch den Vorsitzenden Richter Thomas, die rechtlich qualifizierte Richterin Dr. Schumacher als Berichterstatterin und den rechtlich qualifizierten Richter Kupecz erlassen. **VERFAHRENSSPRACHE** Deutsch **GEGENSTAND** R. 265.1 S. 2 VerfO – Antrag auf Rücknahme der Klage R. 370.9, R. 370.11 VerfO – Antrag auf Rückerstattung von Gerichtsgebühren **KURZE DARSTELLUNG DES SACHVERHALTS** 1. Mit Schriftsatz vom 22. Dezember 2025 haben die Klägerinnen gegen die Beklagten eine Patentverletzungsklage eingereicht. 2. Noch vor Abschluss des schriftlichen Verfahrens haben die Klägerinnen mit Schriftsatz vom 5. März 2026 die Rücknahme der Klage sowie die Rückerstattung von Gerichtskosten in Höhe von 50 % erklärt. 3. Die Klägerinnen beantragen, I. die Rücknahme der Klage zuzulassen und das Verfahren für beendet zu erklären; II. ihnen Gerichtskosten in Höhe von 50 % gemäß R. 370.9(b) VerfO zurückzuerstatten. 4. Die Beklagten haben der Klagerücknahme zugestimmt. 5. Die Klägerinnen haben erklärt, dass die Parteien sich außergerichtlich geeinigt hätten. Die Einigung sehe vor, dass jede Partei ihre Kosten selbst trage und zwischen den Parteien keine Kostenerstattung erfolge. Einer Kostenentscheidung bedürfe es somit nicht. Die Beklagten haben ebenfalls erklärt, dass Kostenanträge nicht gestellt würden. **GRÜNDE DER ENTSCHEIDUNG** 6. Die Entscheidung folgt dem übereinstimmend geäußerten Willen der Parteien. 7. Obwohl R. 265.2(c) VerfO eine Kostenentscheidung gemäß Teil 1 Kapitel 5 VerfO verlangt, war eine solche angesichts der übereinstimmenden Erklärung der Parteien, wonach es einer Kostenentscheidung nicht bedürfe, hier entbehrlich (vgl. UPC CFI 505/2024, Anordnung vom 24. Januar 2025, Rn. 13 – DexCom v. Abbott). 8. Die Anordnung der anteiligen Erstattung der Gerichtskosten folgt dem entsprechenden Antrag der Klägerinnen und beruht auf R. 370.9(b)(i), 370.11 VerfO. **ENTSCHEIDUNG** 1. Die Rücknahme der Klage wird auf Antrag der Klägerinnen und mit Zustimmung der Beklagten zugelassen. 2. Das Verfahren wird für beendet erklärt. 3. Diese Entscheidung soll in das Register aufgenommen werden. 4. Eine Entscheidung über die Kosten der Parteien ist nicht veranlasst. 5. Der Kanzler wird angewiesen, der Klägerin so bald wie möglich 50 % der von ihr in diesem Gerichtsverfahren gezahlten Gerichtsgebühren und damit einen Betrag von EUR 7.500,- zu erstatten. 6. Der Streitwert für die Klage wird auf EUR 1.000.000,- festgesetzt. Erlassen in Düsseldorf am 25. März 2026 **NAMEN UND UNTERSCHRIFTEN** Vorsitzender Richter Thomas Rechtlich qualifizierte Richterin Dr. Schumacher Rechtlich qualifizierter Richter Kupecz Für den Hilfskanzler

Key Holdings

  • Withdrawal of a claim is accepted if the defendant agrees.
  • If parties agree on costs, a separate cost decision is not needed.
  • Court fees may be partially refunded (e.g., 50%) if settlement occurs before the end of written proceedings.
  • New reimbursement rules regarding court fees can have immediate effect, applying to cases filed before the rule change but where the request for reimbursement is made after.

Tags

  • Settlement
  • Withdrawal
  • Court Fees
  • Reimbursement
  • Procedural

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